
Im Einzelhandel spricht man beim Regal oft von Regalzonen, weil die Waren je nach Höhe unterschiedlich stark wahrgenommen und gekauft werden. Typisch sind diese Zonen:
| Regalzone | Lage | Bedeutung |
|---|---|---|
| Reckzone | ganz oben | schwer erreichbar, eher für leichte Ware, Vorrat oder weniger wichtige Artikel |
| Sichtzone | obere Augenhöhe | sehr aufmerksamkeitsstark, gut für bekannte Marken oder attraktive Ware |
| Greifzone | mittlere Höhe | besonders verkaufsstark, bequem erreichbar |
| Bückzone | unten | weniger bequem, oft für schwere, günstige oder große Artikel |
Die wichtigsten Regeln beim Einräumen sind:
Verkaufsstarke Artikel gehören in Sicht- und Greifzone. Dort fallen sie am meisten auf und werden am einfachsten genommen.
Schwere und große Waren gehören nach unten. Das ist sicherer und praktischer, zum Beispiel Getränke, Waschmittel oder große Packungen.
Leichte und kleinere Waren können nach oben. Dort stören sie weniger und lassen sich noch gut präsentieren.
Teure oder margenstarke Produkte werden oft auf Augenhöhe platziert. Eigenmarken, Aktionsware oder neue Produkte können so gezielt gefördert werden.
Zusammengehörige Artikel stehen nebeneinander. Zum Beispiel Nudeln neben Soßen oder Zahnbürsten neben Zahnpasta. Das nennt man auch Verbundplatzierung.
Das Regal soll ordentlich, voll und übersichtlich wirken. Artikel werden nach vorne gezogen, Etiketten zeigen nach vorne, Preise sind eindeutig zugeordnet.
FIFO beachten: Ältere Ware kommt nach vorne, neue Ware nach hinten. Das ist besonders wichtig bei Lebensmitteln mit Mindesthaltbarkeitsdatum.
Kundensicht beachten: Kunden lesen Regale oft ähnlich wie Texte: von links nach rechts und von oben nach unten. Deshalb sollte die Platzierung logisch und leicht erfassbar sein.

